Wissenschaft und Hochschule im Nationalsozialismus

  • eingetragen am: 28.04.10 um 11:56 Uhr

Eine Vortragsreihe der Heinrich-Böll-Stiftung und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Nationalsozialisten verstanden ihre Weltanschauung nicht nur als Ideologie mit quasireligiösen Zügen, sondern versuchten, Rassenhass und Antisemitismus wissenschaftlich zu begründen. Dies und die konsequente Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Bereiche und Institutionen hatten einschneidende Konsequenzen für Hochschulen und Wissenschaft: einzelne Wissenschaftsdisziplinen wurden instrumentalisiert, Theorien und Forschungsergebnisse nur wegen ihrer jüdischen Entdecker abgelehnt und deutsche Hochschulen erlebten einen schmerzlichen Verlust durch die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler.

Auf der anderen Seite wurden enorme Ressourcen für die Rüstungsforschung bereitgestellt und insbesondere in der Medizin als unethisch zu verurteilende Versuche an Menschen ermöglicht. Beides eröffnete neue Handlungsfreiheiten, die nicht selten von gewissenlosen Wissenschaftlern genutzt wurden. In einer kleinen Vortragsreihe setzen sich fünf Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit einzelnen Teilbereichen dieser Thematik auseinander. Einige Vorträge gehen dabei auch explizit auf die Geschehnisse an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein.

Die Vorträge finden zu den genannten Terminen jeweils 18.00 Uhr im Hörsaal XXI des Melanchthonianums am Universitätsplatz statt.

  • Die Rassentheorie der Nationalsozialisten als eine Fehlinterpretation von Darwins Evolutionstheorie (21.April 2010)
  • Rüstungsforschung im Nationalsozialismus (5.Mai 2010)

  • Jüdische Wissenschaftler und nationalsozialistische Wissenschaftspolitik (2. Jui 2010)

  • Medizin im Nationalsozialismus (20. Oktober 2010)

     

      

 

 

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