Projektübersicht
Geförderte Projekte 1. Halbjahr 2026
HALLIANZ Jugend-Fonds
Förderung von gemeinnützigen Projekten von Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahren. Die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 1.000 Euro.
Volleyball – Jugendturnier für Vielfalt und Respekt
Mit dem Jugendprojekt „Volleyball-Jugendturnier“ organisierten 7 Jugendliche einer Jugendinitiative ehrenamtlich und selbständig ein Turnier, an dem sich 38 Jugendliche ab 16 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund beteiligten. Bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung sammelte das ehrenamtliche Vorbereitungsteam vielfältige Erfahrungen und konnte eigene Kompetenzen bei der Projektplanung und –umsetzung sammeln. Das Jugendteam war mit der Durchführung, der Einhaltung verschiedener Regeln, wie Respekt und Fairplay, der Zahl der erreichten Jugendlichen und der Umsetzung des Turniers zufrieden. In der Auswertung wurde beschlossen, weitere Veranstaltungen dieser Art regelmäßig zu organisieren. Durch den Jugend-Fonds wurden Honorare, Materialkosten und Anerkennung für das Jugendteam finanziert.
Wer? Jugendinitiative Syrian Falcons
Queerer Winterball
Jugendliche im Alter von 18 – 27 Jahren organisierten einen „Queeren Winterball“ als diskriminierungsfreie Veranstaltung. Das Ziel war es, gesellschaftliche Teilhabe von LGBTQ+-Personen zu stärken, Solidarität und Austausch zu ermöglichen. Außerdem sollte Haltung gegen Diskriminierung, wie Queerfeindlichkeit, Rassismus und andere Formen der Ausgrenzung gezeigt werden. An der Veranstaltung nahmen über 250 junge Menschen teil. Die Lesungen, Austauschformate und Kultur-Performances von Drag-Artisten und queeren Performance-Artisten stärkten die Community, gerade auch zwischen jungen queeren Menschen, förderte die Solidarität und erzeugte eine empowernde Stimmung. Durch den Jugend-Fonds wurden die Kosten für das Awarness-Team übernommen.
Wer? Initiative „QueerTresen“
Landtagswahl Selbstbestimmung
Vor dem Hintergrund der Landtagswahl 2026 erstellte die ehrenamtliche Jugendinitiative „Halle for Choice“ einen Flyer, um über Zusammenhänge zwischen reproduktiver Selbstbestimmung und Demokratie zu informieren. Die 10.000 Flyer werden bei Veranstaltungen und Info-Aktionen durch das ehrenamtliche Team persönlich verteilt. Die Jugendlichen wollen dadurch die Flyer ins persönliche Gespräch mit Hallenser:innen kommen. Durch den Jugend-Fonds wurde der Druck der Flyer unterstützt.
Wer? Initiative „Halle for Choice“
Graffiti-Workshop
Jugendliche des Jugendvereins „Mitmischen e. V.“ wurden bei der Organisation und Durchführung eines Graffiti-Workshops in den Räumlichkeiten des Vereins unterstützt. Es wurde eine Möglichkeit zum kreativen Ausdruck geschaffen, das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Jugendlichen gestärkt und neue Jugendliche für die Mitarbeit im Verein interessiert. Eine Honorarkraft vermittelte Kompetenzen bei der künstlerischen Umsetzung der Wandgestaltung. Die Veranstaltung wurde von einem Jugendteam von 5 Jugendlichen geplant und umgesetzt. Insgesamt nahmen am Workshop 21 Jugendliche teil.
Wer? Mitmischen e.V.
Bildungsbeteiligungscamp
Im Rahmen des Bildungsbeteiligungscamps setzten sich Jugendliche mit wichtigen gesellschaftlichen Themen, wie Rassismus, Antiziganismus sowie der Geschichte und Lebensrealität der Sinti und Roma auseinander. Dabei geht es darum, Vorurteile zu hinterfragen und ein besseres Verständnis für geschichtliche Hintergründe und die heutige Situation zu schaffen. Begleitend soll das Gemeinschaftsgefühl der Jugendlichen gestärkt werden, z.B. durch gemeinsame Spaziergänge, kleine Ausflüge und gemeinsames Fahrradfahren. Durch den Jugend-Fonds werden Kosten für die Unterkunft und Raummiete gefördert.
Wer? Al-Sununu e.V.
Spielplätze im Modell
Das Projekt setzt sich mit der Stadtgestaltung und insbesondere der Spielplatzgestaltung auseinander und ermöglicht den beteiligten Kindern einen kreativen Zugang über den Modellbau, um über eigene Ideen und Wünsche für die Spielplatzgestaltung auszudrücken. Die Jugendlichen erlernen dabei in regelmäßigen Treffen grundlegende Techniken des Modellbaus und werden durch die praktische Arbeit in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstwirksamkeit unterstützt. Ein ehrenamtliches Jugendteam plant die Projektdurchführung. Das Angebot richtet sich an Jugendliche von 14 – 27 Jahre und wird im Zeitraum vom 1.9. – 31.12.2026 durchgeführt. Durch den Jugend-Fonds werden Honorarkosten für die Anleitung und Materialkosten gefördert.
Wer? Pfadfinder-Initiative „Scout Spirit“
Breathe in - Break out
Ziel des Projektes war es, Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zu Bewegung, kreativem Ausdruck und persönlicher Begegnung zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund steigender psychischer Belastungen, zunehmender Online-Aktivitäten und fehlenden Möglichkeiten zur Mitgestaltung schaffte das Breakdance-Projekt einen analogen Raum für Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit. Es wurden ein Breakdance-Battles und ein begleitender Workshop organisiert.
Wer? HipHop-Netzwerk 4Ward e.V.
Every voice counts
Jugendliche der Jahrgangstufe 11 der Saaleschule organisierten nach einer gemeinsamen Bildungsfahrt nach Auschwitz eine Ausstellung im Rahmen des Anne-Frank-Tages. Anhand von Zeichnungen, Podcast-Stadionen, Modellen, Plakaten und Infoflyern wurden die Erlebnisse reflektiert und für andere Jugendliche aufbereitet. Am Anne-Frank-Tag selbst organisierten die Jugendlichen mehrere Führungen für Mitschüler:innen und eingeladene Gäste. Insgesamt nahmen 30 Jugendliche an dem Projekt teil. Es wurde 140 Gäste erreicht, außerdem konnte Kooperationen mit dem Tagebuch der Gefühle, dem VVN-BDA und Arbeit und Leben aufgebaut werden. Durch den Jugend-Fonds wurden Materialkosten und Druckkosten finanziert werden.
Wer? Jugendinitiative der Saaleschule
HALLIANZ Engagement-Fonds
Förderung von stadtteilbezogenen Ehrenamtsprojekten zur Ausgestaltung einer vielfältigen lokalen Kultur des Zusammenlebens & Begegnens sowie zur demokratischen Beteiligung. Die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 1.500 Euro. Die HALLIANZ-Engagement-Fonds fördern Projekte in 4 verschiedenen Kategorien: Vielfaltgestaltung, Demokratiebildung, Engagement und Begegnung.
Frühstück - Zusammen Essen - Zusammen Leben - Ein Kinderbuch entsteht
Obwohl es eine bunte Vielfalt an Lebens- und Wohnformen gibt, in denen Kinder heute aufwachsen können, finden die unterschiedlichen Lebensrealitäten keinen Platz in Kinderbüchern. So kommt es häufig zur stillen Stigmatisierung von Wohnformen und damit der Lebensrealitäten vieler Kinder und Jugendlichen, z. B. derer, die in Wohngruppen aufwachsen. Ziel des Projekts ist es, ein qualitativ hochwertiges Kinderbuch, welches die Vielfalt (kindlicher) Lebens- und Wohnformen wertschätzend sichtbar macht, zu entwickeln und zu veröffentlichen. Das Projekt soll zur Entstigmatisierung beitragen, Empathie fördern und den Leser*innen Identifikationsmöglichkeiten bieten. Das Buch wird pädagogischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt und durch pädagogische Workshops als Bildungs- und Reflexionsinstrument nutzbar gemacht.
Wer? Bildung Inklusive e.V.
ResonanzRaum
Aus dem Erleben der Überforderung rund um die vergangenen und anstehenden Landtagswahlen heraus, entwickelten 12 junge Menschen im Alter von 19-26 Jahren eine gemeinsame Vision: ein offenes Projekt für gelebte Demokratie in Sachsen-Anhalt 2026. Hierfür gründeten sie nicht nur ein Verein, sondern entwickelten auch das Projekt „ResonanzRaum“. Zentrale Bausteine dieses Projektes sind niedrigschwellige und regelmäßige Angebote zur Begegnung und politischen Bildung. Unter anderem gibt es ein offenes Café mit zivilgesellschaftlich Engagierten, interkulturelle Konzerte mit lokalen Künstler*innen, geschützte Treffen marginalisierter Gruppen, gemeinsames Wahl-Watching sowie kostenlose, generationsübergreifende Formate wie Lesungen, Pubquiz und Filmscreenings in Kooperation mit lokalen Initiativen.
Wer? Kulturverein Puschkinstraße e.V.
Comic-Ausstellung - Halle im Herbst 2019
Im Zuge der Veröffentlichung ihres Buches „1000 Stimmen“ im Jahr 2024 wurde dem Verein deutlich, dass viele junge Menschen und Geflüchtete in Halle kaum Kenntnis über das Attentat vom 09.Oktober 2019 haben. Da dieses einschneidende Ereignis und seine Aufarbeitung jedoch einen wichtigen Teil der gemeinsamen Erinnerungskultur einer demokratischen Stadtgesellschaft ausmachen, versucht das Projekt Wissenslücken zu schließen. Anlässlich des Gedenktages zum 9.Oktober 2019 entsteht eine Graphic-Novel zur Zeitzeugenstimme 225, die die letzte Begegnung mit einem der Opfer beschreibt. Dazu werden fünf thematisch vertiefende Ausstellungen in allen 5 Stadtteile geplant. Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen Zeitgeschichte und moderner Vermittlung, um junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren.
Wer? Initiative „Tagebuch der Gefühle“
Küche für Alle @ Passage 13
Das Projekt etabliert in der Passage 13 einen wöchentlichen Ankerpunkt für die Gemeinschaft in Halle-Neustadt. Jeden Freitag sind Anwohnerinnen unterschiedlichster Hintergründe eingeladen, gemeinsam und kostenfrei mit geretteten Lebensmitteln zu kochen und zu essen. Das gemeinsame Essen wird regelmäßig mit Kulturangeboten verknüpft – von Diskussionsrunden zu Stadtteilthemen bis hin zu Lesungen, Konzerten oder Filmscreenings. Das Projekt verbindet Kulinarik mit kultureller und politischer Bildung, stärkt das ehrenamtliche Engagement und fördert die soziale Integration. Ziel ist es, nicht nur der Vereinzelung entgegen zu wirken, sondern auch einen Raum zu schaffen, in dem Jugendliche, Seniorinnen, Familien sowie Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte auf Augenhöhe zusammenkommen. So bauen die Menschen gemeinsam Vorurteile ab, genießen demokratische Teilhabe und gestalten aktiv Vielfalt – ein starkes Zeichen für Gemeinschaft im Quartier.
Wer? Kulturbühne Neustadt e.V.
Lesung aus dem Tagebuch eines KZ-Häftlings in Halle
Das Projekt trägt zur Aufarbeitung der Geschichte des KZ-Außenlagers Birkhahn und der Zwangsarbeit in den Siebel-Flugzeugwerken im Nationalsozialismus in Halle bei. Hierfür plante und führte der Verein eine Lesung durch: Das Tagebuch von Henri Sautereau, einem französischen KZ-Häftling, der in den Siebelwerken in Halle von 1944 bis 1945 zur Arbeit gezwungen war. Eindrücklich schildert er in seinen Aufzeichnungen die Umstände, unter denen er seine Zeit Halle verbringen musste.
Wer? Erinnern an NS-Zwangsarbeit in Halle e. V.
Eid für Alle
Kulturelle Vielfalt bringt vor allem auch verschiedenste Feste in die Gesellschaft, die für Gemeinschaft und Freude stehen. Eins dieser Feste ist das Zuckerfest, welches die KJEF Initiative als ein interkulturelles Kinderfest zum Eid Al-Fitr am Samstag, den 21. März, in Halle veranstaltete. Zugänglich für alle interessierten Kinder, Familien und Anwohner*innen aus verschiedenen Kulturen wurde hier viel geboten: Von kleinen Naschereien, über Musik und Tanz bis hin zu kreativen Spielen und kleinen Wettbewerben für die Kinder.
Wer? KJEF (Kulturclub für Jugendliche & Einwandererfamilien) Initiative
Film ab für die Nachbarschaft: SISSI lädt ein! Ein Multimediales Engagement-Projekt
Mit diesem Projekt möchte die Stadtteilinitiative Südliche Innenstadt (SISSI) ehrenamtliches Engagement im Viertel stärken und dafür mehr Menschen verschiedene Möglichkeiten und Anregungen geben, sich ehrenamtlich zu betätigen. Um das zu schaffen, braucht es einer intensiveren Öffentlichkeitsarbeit auf breiterer Basis: modern, multimedial, anschaulich und vielfältig. Eine Erweiterung wird in Form von Video-Clips geplant. Ziel ist es, das Angebot von Ehrenamt in Bereichen wie bspw. Sprach- und Lernförderung, Lesecafés, Nachbarschaftstreffen und gemeinsamen Festen auszubauen.
Wer? SISSI (Stadtteilinitiative solidarische südliche Innenstadt)
77 Meter - Raum für Begegnung und Dialog
Der 23. Mai 2026 war ein besonderer Tag für unsere Demokratie, denn das Grundgesetz feierte seinen Geburtstag – im Osten Deutschlands den 36sten und im Westen seinen 77sten. Um diesen wichtigen Tag gemeinsam zu feiern organisierte der LAMSA e.V. mit anderen Akteur*innen in Halle (Saale) eine 77 m lange Kaffeetafel am Hansering. Bewusst ohne zusätzliche politische Inputs wurde hier ein Raum für vielfältige und offene Gespräche für Menschen á la couleur angeboten, gemütlich bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Geburtstagskuchen.
Wer? Landesnetzwerk Migrantenorganisationen (LAMSA) e.V.
RADIO KIOSK
Der hr.fleischer e.V. und der CORAX e.V. schaffen mit dem RADIO KIOSK inmitten eines Verkehrsknotenpunktes vom 17.–23.08. einen offenen Begegnungsort und ein vielfältiges, live-erlebbares Radio-Programm am Reileck. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Beteiligung und gemeinschaftliches Engagement: Ehrenamtliche Sendungsmachende, Kulturschaffende, Initiativen und Anwohner*innen kommen in Lesungen, Konzerten, Talks und partizipativen Formaten zusammen. Auch Menschen ohne Radioerfahrung werden aktiv dazu eingeladen, sich mit ihren Ideen zu beteiligen.
Wer? Radio CORAX e.V.
HALLIANZ Aktions- und Bildungs-Fonds
Förderung von Aktionen und Bildungsformaten gegen Menschenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Gewalt sowie der Förderung von Engagement für Solidarität, Demokratie und Vielfalt. Die maximale Förderhöhe beträgt 500 Euro für Aktionen und 750 Euro für Bildungsformate. Die HALLIANZ-Aktions- und Bildungs-Fonds fördern Projekte in 2 verschiedenen Kategorien: Vielfaltgestaltungs- und Antidiskriminierungsfonds sowie Bildung & demokratische Erinnerungsarbeit.
Mein Rassismus Tagebuch
Im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus 2026 veranstaltete das Bedürfns e. V. in seinem Ausstellungsraum in der Merseburger Str die Ausstellung „Mein Rassismus-Tagebuch“ von Nhu Nguyet Nguyen. Die Ausstellung wurde gezielt von Besuchenden sowie von zufällig Vorübergehenden besucht. Bei den Besuchenden der Ausstellung führte das Lesen der Einträge zu Wut, Empörung, Entsetzen. Ungläubigkeit, Betroffenheit oder Traurigkeit. Es entstand ein Raum des Austauschs über diese Gefühle. Darüberhinaus herrschte große Dankbarkeit gegenüber der Referentin, dafür dass sie ihre persönlichen Erlebnisse der Offentlichkeit zugänglich macht.
Wer? Das Bedürfnis e.V. / Rassismus Tagebuch
Aktionswoche und Demonstration zum feministischen Kampftag am 8. März 2026
Am 8. März 2026 fand unter dem Motto „Antifaschistisch. Feministisch. Unaufhaltsam.“ eine Demonstration zum feministischen Kampftag mit 3000 Teilnehmenden statt. Im Rahmen dieses Projektes wurde außerdem eine Aktionswoche mit verschiedenen Veranstaltungen organisiert. Darunter auch eine Filmvorführung von „The Chronology of water“ mit anschließender Nachbesprechung. Es gab viele positive Rückmeldungen zur Demonstration und auch zu einzelnen Veranstaltungen der Aktionswoche. Als Wirkung erhoffen wir uns, dass wir durch die Schaffung von feministischen Begegnungsorten dazu beigetragen haben, dass sich Menschen vernetzten.
Wer? Feministisches Bündnis 8. März
Capoeira – Ein Befreiungskampf. Workshop für Kinder von 6-10 Jahren
Der Workshop „Capoeira – Ein Befreiungskampf“ wurde am 28.03. im Kinderkreativzentrum Krokoseum in Halle (Saale) in zwei Durchgängen erfolgreich umgesetzt. Kinder im Alter von 6-10 Jahren nahmen an einem interaktiven Bildungsformat teil, das Bewegung, Musik und spielerische Reflexion miteinander verband. Über Capoeira als kulturelle Praxis wurden Themen wie Rassismus, Kolonialgeschichte und Zusammenhalt kindgerecht vermittelt. Die Teilnehmenden konnten aktiv mitwirken, eigene Erfahrungen machen und gemeinsam lernen. Der Workshop förderte Empathie, Vielfalt und demokratisches Miteinander.
Wer? Escola Popular / Capoeira
TITEL
Die von uns organisierte Ausstellung „In Search of Eldorado“ endete mit einer Buchpräsentation und Diskussion mit dem Fotografen Nihad Nino Pušija am 29. März 2026. Während der 4- wöchigen Ausstellung wurden ausgewählte Arbeiten als großformatige Fotografien sowie das Buch selbst gezeigt. Zur Finissage wurde das Buch durch den Fotografen umfangreich präsentiert und das Publikum anschließend zur Diskussion eingeladen. Wir konnten ein sehr diverses Publikum erreichen und für das Thema der Arbeit sensibilisieren und umfangreich informieren.
Wer? AWO SPI / Eldorado
MITEINANDER
Am 28.3.2026 fand die Aktion „MITEINANDER“ statt. Vor Ort gab es Live-Acts, Essen, Getränke sowie Gesellschaftsspiele. Es sind durchaus durchmischte Altersgruppen erschienen.l Sowohl durch die Live Musik als auch durch die Spielangebote sind Menschen in Kontakt gekommen. Es wurde sich viel über den Gallery Walk und die vergangenen Aktionen der Bildungswochen ausgetauscht. Die Stimmung war ausgelassen und offen so dass die Menschen die Nagebote tatsächlich gut angenommen haben.
Wer? Mitmischen e.V. / Abschluss der Bildungswochen
Theaterworkshop im AWO-Frauenhaus
An 2 Workshoptagen (Samstag 09. und Sonntag 10.05.2026) wurde von 13:00-18:00 Uhr mit 6 Frauen des AWO-Frauenhaus ein Theater Workshop durchgeführt. Angeleitet von Frieda Sünderhauf und Kristina Buketova, mit der Unterstützung von Aude Lefort als Übersetzerin, und Nessi Henning für die musikalische Expertise, wurde gelacht, geredet, getanzt und gebastelt. Es wurde 4-sprachig gearbeitet, und die nonverbale Kunstformen, konnten dabei sehr helfen, um für beide Seiten den Raum für Austausch zu öffnen. Die Frauen haben Migrations- und Gewalt- Erfahrungen gemacht, und hatten die Chance sich und ihre Umgebung spielerisch neu zu erkunden. . Wir sind sehr zufrieden, da 2 der Frauen Lust haben zukünftig mit uns weiter Theater zu machen und sich dem Projekt Floratio anzuschließen.
Wer? TheaterHausOst e.V / Floratio
Engagierte Zivilbevölkerung gegen Rechts
Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage ist ein überparteiliches Bündnis aus engagierten ehrenamtlich Einzelpersonen und zahlreichen lokalen Organisationen in Halle (Saale). Das Bündnis informiert die Öffentlichkeit über Aktivitäten der extremen Rechten und organisiert Proteste gegen diese. Zu den geförderteb Aktivitäten des Bündnisses gehören die Durchführung von Gedenk- und Bildungsveranstaltungen, z.B. zum Gedenken an die Bücherverbrennungen, Lesungen und Workshops. Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr das Gedenken an den rechtsterroristischen Anschlag vom 09.10.2019.
Wer? Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage
HALLIANZ Schwerpunkt-Projekte 2026
Schwerpunkt-Förderung, einmal jährlich, 2026 unter anderem zu den Themen Begegnung und Zusammenhalt.
Zocken mit Politik
Am letzten Tag findet auf der Peißnitz eine öffentliche Veranstaltung, angedockt an den Aktionstag „Brückenbeats,“ statt – Zocken mit Politik. Jugendliche spielen mit Landtagskandidat*innen auf einer Bühne Mario Kart. Währenddessen beantworten die Kandidat*innen live ausgeloste Fragen junger Menschen die vorab über Social Media gesammelt werden.
Wer? Congrav new sports e.V.
Demokratische Plakate
Im Stadtteil Silberhöhe finden Austauschformate zum Thema „Demokratische Werte“ gemeinsam mit den Einwohnenden statt. Die Teilnehmenden formulieren in den Treffen, was für sie die Grundlage des demokratischen Zusammenlebens ist, und was sich negativ auf das demokratische Zusammenleben auswirken würde. Ihre wichtigsten Botschaften werden zu kurzen Statements zusammengefasst, auf Plakate gedruckt und im gesamten Stadtteil öffentlich platziert.
Wer? AWO SPI gGmbH
Untern Radar Festival 2026
Beim „Unterm Radar-Festival“ kommen diverse Akteure aus Kultur- & Subkultur ostdeutscher Städte zusammen, um sich auszutauschen, überregional zu vernetzen, Gemeinschaft zu stärken und die lokale Bevölkerung mit einzubinden. Als Zentrale der Veranstaltung fungiert der neue Begegnungsort „ Alte Musikschule“ im Herzen der Stadt Halle Saale, das Festival weitet sich allerdings auf weitere Standorte aus. Fokus ist ein komplett partizipatives Programm aus kostenlosen Workshops, gemeinsamen Skillsharing, partizipativen Ausstellungsformaten, Infoveranstaltungen, Kinoabend, kritischen Stadtrundgängen, Konzerte, Vorträgen, Theater und vielem mehr.
Wer? Kulturkiste e.V.
Geförderte Projekte 2025
Die folgende Übersicht zu den im Jahr 2025 geförderten Projekte gibt einen kurzen Einblick in die verschiedenen Förderaktivitäten.
HALLIANZ Jugend-Fonds:
Förderung von gemeinnützigen Projekten von Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahren. Die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 1.000 Euro.
Sprühling
Begleitend zur „Sisterhood“-Ausstellung in der Passage 13 organisierten Jugendliche eine Graffiti Jam Session in Halle-Neustadt. Das Besondere war, dass sich die Jam Session ausschließlich an FLINTA*-Personen richtete. Dadurch konnte in einer relativ männlich dominierten Freizeitaktivität Jugendlichen ein geschützer Raum geboten werden. Das Projekt beinhaltete einen Workshop sowie eine offene Malsession, bei der legale Flächen in Halle-Neustadt gestaltet wurden. An dem Projekt nahmen 20 Jugendliche teil.
Wer: Jugendinitiative
Offspace x Streetwork Rave
Mit dem Projekt „Offspace x Streetwork Rave“ organisierten Jugendliche unter 18 Jahren drei U18-Partys und konnten so ihre Kompetenzen und ihre persönliche Selbstwirksamkeits-Erfahrung weiterentwickeln. Ausgehend von der Alltagserfahrung, dass es zu wenige Feier-Möglichkeiten für Jugendliche unter 18 Jahre in Halle gibt, entwickelte die Gruppe eine Plattform zum gemeinsamen Feiern, zum kulturellen Austausch und zur Sucht- und Riskoprävention. Insgesamt fanden drei Veranstaltungen innerhalb des Projektes statt.
Wer: Congrav new Sports e.V.
Interkultureller Tag
Am 17. Mai organisierten Jugendliche des Vereins „Al-Sununu“ einen interkulturellen Tag in der Passage 13. Insgesamt beteiligten sich 150 Jugendliche an diesem Tag, an dem es um kulturellen Austausch, Begegnung und neues Wissen ging. Im Zentrum des Projektes standen 10 Länder, die jeweils durch einen Vortrag sowie durch Tanz, Essen und gemeinsame Sprachspiele präsentiert wurden. Durch das Projekt wurde das Jugendengagegement gefördert, und das interkulturelle Verständnis zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen gestärkt.
Wer: Al-Sununu e.V.
Kinderrechte-Lehrpfad
Seit Mitte März gibt es in Halle (Saale) den Kinderrechte-Lehrpfad. Jugendliche des Kinder- und Jugendrates wollten den Lehrpfad bekannter und interaktiver machen und entwickelten in einem Workshop eine Actionbound-Tour als moderne Schnitzeljagd. Diese steht auch im Nachgang allen interessierten Menschen zur Verfügung und kann kostenfrei genutzt werden. Durch das Projekt werden Menschen unterschiedlicher Altergruppen zusammengebracht, denen spielerisch Wissen zur UN-Kinderrechtskonvention vermittelt wird.
Wer: Kinder- und Jugendrat Halle (Saale)
Inter-Reiljam 2025
Am 17. und 18. Mai organisierte ein ehrenamtliches, jugendliches Projektteam die mittlerweile sechste InterReilJam in Halle (Saale). Ziel war es, die InterReilJam als geschützten Raum für Flinta*-Personen weiterzuentwickeln. Es wurden verschiedene Workshops und Konzerte organisiert, um Wissen, u.a. in den Themenfeldern Graffiti, HipHop oder Filme, zu vermitteln. Auf diese Weise gelang es, mehr weiblich gelesene Jugendliche in die Organisation einzubeziehen. Zum Projektteam gehörten 13 Personen, insgesamt wurden mehr als 250 Jugendliche als Teilnehmende erreicht.
Wer: Jugendinitiative
Respekt statt Vorurteil
Jugendliche vom Al Sununu e.V. organisierten einen interaktiven Bildungsworkshop zur Geschichte, Kultur und zur Lebensrealität von Sintizze und Romnia. In dem Tagesworkshop erfuhren die Jugendlichen mehr über Diskriminierung, geschichtliche Entwicklungen, Alltagsrassismus, aber auch Handlungsmöglichkeiten zum Umgang mit Antiziganismus im Alltag oder in der Sprache. Insgesamt nahmen 30 Jugendliche an dem Workshop teil.
Wer: Al Sununu e.V.
Awareness-Workshop
Jugendliche des Mitmischen e.V. organisierten gemeinsam mit dem Jugendtreff H2O einen Tagesworkshop zum Thema „Awareness“. Dabei wurden vertiefende Kenntnisse vermittelt und praktisches Handwerkszeug weitergegeben. Die Jugendlichen erarbeiteten zugleich, welche Rollen bei ihnen im Alltag, bei Veranstaltungen oder in der Schule mitgedacht und strukturell verankert werden können. Insgesamt nahmen 12 Jugendliche an dem Workshop teil.
Wer: Mitmischen e.V.
They wave one last time
Jugendliche der Inititiave „Tagebuch der Gefühle“ recherchieren aktuell zum Leben einer jüdischen Familie aus Halle und zeichnen ihren Weg bis zum Vernichtungslager Sobibor nach. Neben der Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema organisieren sie öffentliche Veranstaltungen, z.B. im Stadtmuseum. Um bei diesen Veranstaltungen als Mitglieder der Jugendgruppe erkennbar zu sein, gestalteten sie T-shirts und Jacken, die sie bei den zukünftigen Aktionen und Veranstaltungen tragen werden. Außerdem wird dadurch die Identifikation mit der Gruppe gestärkt. Insgesamt beteiligen sich über 30 Jugendliche an dem Projekt.
Wer: Jugendinitiative „Tagebuch der Gefühle“
Badminton-Turnier
Im Rahmen des Projektes wurde durch eine Gruppe aus Jugendlichen ein Badminton-Turnier für Mädchen und Jungen von 14 – 27 Jahren organisiert. Dadurch wurden auch junge Menschen erreicht, die bisher keine eigenen Projekte umgesetzt haben. Außerdem begegneten sich Jugendlicher unterschiedlicher Gruppen und Geschlechter, um neue Kontakte zu knüpfen und Zusammenhalt zu erleben.
Wer: Jugendinitiative Syrian Falcons
So sehe Das Ich
„Nebuzati“ bedeutet auf Ukrainisch „unvergesslich“ – ein Begriff, der das Selbstverständnis der Jugendlichen der Initiative Nebuzati widerspiegelt. In ihren künstlerischen Aktivitäten finden sie Ausdrucksmöglichkeiten und entwickeln zugleich ihre kreativen Fähigkeiten weiter. Im Rahmen des Projekts „So sehe Das Ich“ gestalteten sie eigene Kunstwerke, organisierten eine Ausstellung und setzten diese erfolgreich in Kooperation mit der Volkshochschule Halle um. Neben der Stärkung von Jugendengagement und Selbstwirksamkeit spielt für die Jugendlichen auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Aufbauend auf den gewonnenen Erfahrungen sollen daher auch künftig ähnliche Veranstaltungen realisiert werden.
Wer: Jugendinitiative „Nebuzati“
Selbstverteidigung für Queers und Allies
Ziel des Projektes war es, ein Selbsverteidigungsangebot für junge Frauen und queere Personen zu schaffen. Innerhalb von drei Workshops wurde das Selbst- und Körperbewusstsein der Teilnehmenden und die Handlungssicherheit im Alltag gefördert. Außerdem wurden die Teilnehmenden befähigt, mit Mut gegen Diskriminierung zu reagieren. Insgesamt nahmen an der Workshop-Reihe 30 Jugendliche teil.
Wer: Congrav e.V.
Skatecontest mit Schwerpunkt u18
Sport als gemeinsames Erlebnis stand im Mittelpunkt dieses Projekts: Unterschiedliche Jugendliche aus Halle (Saale) kamen zusammen, um einen Skate-Contest selbständig zu organisieren und zugleich Gemeinschaft über Bewegung zu erfahren. Das Organisationsteam stellte sich die Aufgabe, mit dem Contest ein Angebot für junge Menschen unter 18 Jahren durchzuführen und einen sicheren und wertschätzenden Rahmen zu schaffen. An dem Projekt nahmen über 40 Jugendliche teil.
Wer: Jugendinitiative
Fortbildung für die Jugendjury
Am 8. Dezember fand für engagierte Jugendliche aus der HALLIANZ Jugendjury, dem Kinder- und Jugendrat und dem Stadtschülerrat ein Argumentationstraining statt. Neben Wissensvermittlung standen auch Rollenspiele und praktische Übungen im Mittelpunkt, um besser miteinander ins Gespräch zu kommen, Argumente auszutauschen und wertschätzend in den Dialog zu gehen. Insgesamt nahmen 11 Jugendliche an der Veranstaltung teil.
Wer: HALLIANZ Jugendjury
HALLIANZ Engagement-Fonds
Förderung von stadtteilbezogenen Ehrenamtsprojekten zur Ausgestaltung einer vielfältigen lokalen Kultur des Zusammenlebens & Begegnens sowie zur demokratischen Beteiligung. Die maximale Förderhöhe pro Projekt beträgt 1.500 Euro.
Neue Wege Halle
Anträge und andere bürokratische Anliegen sind oft kompliziert und unverständlich. Über leicht zugängliche Online-Beratungen werden Menschen mit Migrationshintergrund in bürokratischen Prozessen unterstützt und begleitet. Das Team von Ehrenamtlichen bietet zusätzlich einmal wöchentlich eine persönliche Beratung an. Mit der Förderung konnte das Angebot bekannter werden, sodass mehr Menschen sich leichter Hilfe und Unterstützung holen können.
Wer: Initiative „Neue Wege“
BrückenBeats - Ein Fest des Miteinanders
Das Jugend- und Familienevent „BrückenBeats“ fand dank Zusammenarbeit von Familien-, Kinder- und Jugendzentren und vielen Ehrenamtlichen am 27. Juni 2025 auf der Peißnitz statt. Mit Musik, Tanz und kreativen Aktionen wurden Brücken gebaut und die Vielfalt Halles gefeiert. Gemeinsam wurde ein sicherer und inklusiver Raum für Begegnung, Spaß und Austausch geschaffen, der sich aktiv für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit einsetzt und an dem sich Kinder, Familien und Jugendliche unabhängig von Geschlecht, Sexueller Orientierung, Religion, Herkunft oder Ihres Erscheinungsbildes wohlfühlen konnten.
Verein: IRIS e.V. für Frauen und Familie
Lesung: 'Unsere Töchter, die Nazinen'
Der von Hermynia Zur Mühlen geschriebene Roman „Unsere Töchter, die Nazinen“ wurde bereits 1935 veröffentlicht und reflektiert fiktiv die Erfahrungen und Geschehnisse von 1933. Die Initiative organisierte mehrere Lesungen des Buches, um auf geschichtliche Parallelen und auf die Gefahren des Erstarkens rechter und rechtsextremer Einflüsse aufmerksam zu machen. Im Fokus stand dabei die Sensibilisierung für unsere Geschichte und heutige gesellschaftliche Prozesse, die unsere Demokratie gefährden.
Initiative: Omas gegen Rechts
ZwiPa - Zwischenparty
Im Anschluss an den öffentlichen Teil der Klangkarawane 2025 fand auf dem Gelände am Cossebauder Weg 2 die ZwiPa statt. Die Initiative hat damit nicht nur ein Gemeinschaftserlebnis der vielfältigen Musikszene in Halle geboten, sondern auch einen starken Impuls für ein weltoffenes, kreatives und engagiertes Stadtbild gegeben. Mit ihrem Programm, das lokale Bands, DJs und Kollektive unterschiedlicher kultureller Hintergründe und musikalischer Genres zusammenbrachte, haben sie sich für eine aktive Mitgestaltung der kulturellen Landschaft unserer Stadt eingesetzt.
Initiative: „Drehkreuz“
Sommerausstellung: Kunst und Architekturmodelle
Das kreative Förderprojekt begleitete eine Gruppe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund, die sich regelmäßig in Halle-Neustadt trifft, um kreativ zu arbeiten. Gemeinsam zeichneten und malten sie, entwarfen Architekturmodelle und entwickelten eigene gestalterische Ausdrucksformen. Durch die zweiwöchige Sommer-Ausstellung konnten ihre Werke öffentlich präsentiert werden – bewusst außerhalb ihres Stadtteils, in einem zentral gelegenen Pop-Up Store in der Innenstadt. Die Ausstellung hat Sichtbarkeit geschaffen und zeigte, wie vielfältig und wertvoll künstlerische Beiträge junger Menschen sind.
Initiative: KunstHaus Halle-Neustadt
Halle im Dialog: Dazusetzen & Mitreden
In Zeiten zunehmender Polarisierung und Demokratieskepsis braucht es Impulse für eine lebendige und respektvolle Gesprächskultur. Im Rahmen der Dialogreihe „Dazusetzen & Mitreden“ wurden Dialogveranstaltungen in verschiedenen halleschen Quartieren organisiert, die Menschen miteinander ins Gespräch brachten, welche im Alltag wenig miteinander in Kontakt kommen. Gemeinnützige Organisationen und Initiativen luden als Gastgeber:innen mit einer eigenen Fragestellungen ein. Unterstützung gab es nicht nur durch erfahrene Moderator:innen, sondern auch durch ein einladendes Ambiente mit kleinen Leckereien und Getränken. Insgesamt wurde 56 Menschen bei 4 Veranstaltungen erreicht.
Organisation: Freiwilligen-Agentur Halle (Saale) e.V.
Zusammen schmeckt das Leben besser. Schnippelsonntag - ein Begegnungsangebot'
Einsamkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die Menschen aus unterschiedlichsten Gründen und aller Altersgruppen betrifft. Um Rückzugs-Tendenzen und den Verlust stabiler Alltagskontakte entgegenzuwirken, wurde ein Projekt zur Begegnung und zum gemeinsamen Essen entwickelt und umgesetzt. Das Projekt ermöglichte ein niederschwelliges, offenes Begegnungsangebot, das Menschen aus unterschiedlichen Lebenslagen zusammenbringt, den Dialog fördert und Vernetzung ermöglicht. Die Gemeinschaftsküche im Nachbarschaftsraum Vally Guttmann und der Gemeinschaftsraum standen regelmäßig zum Begegnungssonntag für gemeinsames Schnippeln, Genießen und Plaudern offen.
Verein: WohnUnion e.V.
Familienfest im Südpark Halle mit dem Motto: We are the World, we are the Children
Debattierturnier 'Vielfalt in der Debatte'
Das Projekt bringt jedes Jahr Menschen mit und ohne Migrationshintergrund durch ein Debattiertraining und ein öffentliches Turnier zusammen. Auch dieses Jahr lernten die Teilnehmenden klar zu kommunizieren, selbstbewusst aufzutreten, Argumente logisch aufzubauen und verschiedene Perspektiven einzunehmen. Besonders profitieren Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sie verbesserten ihre Sprachkompetenz und gewannen Sicherheit beim Sprechen vor dem Publikum. Im Turnier wurden gesellschaftlich relevante Themen aus Pro und Contra-Sicht diskutiert. Dieses Jahr wurde darüber debattiert, ob Handys in den Schulen verboten werden sollten, um das Lernen und soziale Kontakte zu verbessern. Teilnehmende und Publikum lernten verschiedene Blickwinkel kennen und förderten ihren gegenseitigen Respekt und eine lebendige demokratische Streitkultur.
Organisation: Malteser Hilfsdienst e.V.
Outlaw-Volleyballturnier Halle 2025
Der 6. Hallesche Jugendhilfecup „Outlaw-Volleyballturnier Halle 2025“ fand im November in der Sporthalle der KGS „Wilhelm von Humboldt“ statt. Organisiert wurde das Volleyballturnier trägerübergreifend vor allem durch die betreuten jungen Menschen mit Unterstützung durch die Fachkräfte. Es stand allen Jugendlichen aus der Jugendhilfe in Halle und Umgebung offen. Hier konnten Sie sich in einem sportlichen und wertschätzenden Rahmen begegnen und gemeinsam positive Erlebnisse schaffen. Neben dem sportlichen Wettkampf lag ein wesentlicher Schwerpunkt auf dem gemeinschaftlichen Miteinander: Es wurde gemeinsam gegrillt, sich ausgetauscht und Freundschaften geknüpft.
Träger: Outlaw gemeinnützige Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe mbH
Neustadt leuchtet - Wintermarkt 2025
Mit dem Wintermarkt wurde auch dieses Jahr wieder der Fokus auf die Akteur:innen und Initiativen aus Neustadt gerichtet. Durch die nachbarschaftliche Organisation kamen Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund zusammen. Besonderer Wert wurde dieses Jahr auf die Lichtatmosphäre gelegt, um das Gefühl von Gemütlichkeit, Besinnlichkeit und Gemeinschaft zu fördern.
Verein: Die Kulturbühne Neustadt e. V.
Lesung & Gespräch: Bijan Moini liest aus '2033' | Initiative Teil des Wir-Festivals
Viele engagierte Menschen haben dieses Jahr am WIR-Literatur-Festival nicht nur als Besucher:innen teilgenommen, sondern auch selbst Lesungen organisiert. Eine der Initiativen lud Bijan Moini nach Halle ein, wo er aus seinem Roman „2033“ las und daran anschließend diskutiert wurde, wie eine wehrhafte Demokratie aussehen könnte. Wichtig war dabei auch die Frage nach einem Umgang mit rechtsextremen Parteien und rechtlichen Bedingungen für die Sicherung demokratischer Grundwerte.
Galerie der Klettergerüste - die Ausstellung: Gerüste der Republik
Als öffentlicher Begegnungsort bieten Klettergerüste vielfältige Austauschmöglichkeiten zwischen den Generationen. Die Nachbarschaftsinitiative Gerüste der Republik hat sich deshalb das Ziel gesetzt, bestehende Klettergerüste zu retten und zu erhalten. Dafür wurde im Rahmen des Projekts eine digitale Karte entwickelt, die vorhandene Standorte dokumentiert. Auch die Konzeption und Gestaltung einer Ausstellung, die sich mit dem Vorhaben auseinandersetzt, konnte durch die Unterstützung des Engagementfonds vorangetrieben werden.
Initiative: Gerüste der Republik
Mit dem Viertel auf die Straße | Stadtteilinitiative Solidarische Südliche Innenstadt (SISSI)
Die Initiative „Solidarische Südliche Innenstadt“ organisierte zum zweiten Mal ein herbstliches Stadtteilfest in der Südlichen Innenstadt Halles. Hier kamen Bewohner:innen aus dem Stadtteil zusammen, um sich bei verschiedenen Aktivitäten, Kaffee und Kuchen auszutauschen. Die Initiative legte viel Wert auf gegenseitige Information und Einbringen von Ideen, Sorgen und Wünschen zum eigenen Wohnquartier der Anwohner:innen.
WIR-Festival: Lesung mit Anna Sperk aus dem Roman 'Neben der Wirklichkeit' | Diakoniewerk Halle (Saale), Referat Kommunikation
In einer Gesellschaft, die von sich behauptet, jeder könne alles werden, wenn er sich nur bemüht, werden Bevölkerungsgruppen, die unter Stigmatisierung und Ausgrenzung leiden, leicht übersehen. In ihrem Roman „Neben der Wirklichkeit“ beschäftigt sich Autorin Anna Sperk mit den vielfältigen Auswirkungen des Unwissens in unserer Gesellschaft über die Herausforderungen psychisch Erkrankter und macht darauf aufmerksam, mit welchen Vorurteilen sich Betroffene im Alltag konfrontiert sehen. Die im Rahmen des WIR-Festivals durchgeführte Lesung bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, einen vertieften Einblick in diese Themen zu gewinnen und sich mit Fragen des Umgangs mit Andersartigkeit auseinanderzusetzen.
'DRA+CO' Comiclesung im Rahmen des WirFestivals | Kunst- und Kulturverein südliche Innenstadt e.V.
Der Kunst- und Kulturverein südliche Innenstadt e.V. hatte sich gleich auf zweifache Weise am WIR Festival beteiligt. Die Comiclesung „DRA+CO“ entstand in Kooperation mit der Illustrationsklasse der BURG Giebichenstein. Gemeinsam setzten sie ein Zeichen für einen vielfältigen literarischen Raum, zu dem auch Comics gehören. Gelesen haben vier Comicschaffende aus Halle.
Wer: Kunst- und Kulturverein südliche Innenstadt e.V.
Zine-Workshop mit Ricardas Kiel | Kunst- und Kulturverein südliche Innenstadt e.V.
Beim Zine-Workshop mit Ricardas Kiel im „Lila Drachen“ wurde gemeinsam kreativ geschrieben, erzählt und gestaltet. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Gedanken, Beobachtungen und Gefühle einzubringen und diese in kurze Texte, Gedichte, Collagen und Zeichnungen zu übersetzen. Der Workshop lud dazu ein, sich spielerisch mit Sprache und Bild auseinanderzusetzen und verschiedene Ausdrucksformen miteinander zu verbinden.
Wer: Kunst- und Kulturverein südliche Innenstadt e.V.
Performative Lesungen im Rahmen des Wir-Festivals
Im Rahmen des Wir-Festivals veranstaltete der Falle e.V. zwei Lesungen. Bei der ersten Lesung am 23.10.2025 in Kooperation mit Christoph Liedtke und Anna Egerter, stellten sich die transdisziplinären Künstler:innen in ihren poetischen Fragmenten gegen Spaltung und Rechtsextremismus. In Form von Poesie, als das Ringen um Sprache bei Zuständen, die sprachlos machen, leisten sie ihren Beitrag zu einer menschenfreundlichen Gesellschaft. In einer performativen Lesung am 27.10.2025 beschäftigte sich das Literaturtrio „Singen, Zwitschern, Scharren“ bestehend aus den Autorinnen Laura Schaar, Mona Zwinzscher und Constanze Wirsing mit dem Prozess des Flügge-Werdens. In Texten zwischen Lyrik, Prosaminiaturen und Spoken Word spürten sie diesem Prozess anhand ihrer Familiengeschichten nach.
Wer: Verein Falle e.V.
Rock Your Life!
Zum bundesweiten ROCK YOUR LIFE!-Netzwerk aus 28 Vereinen gehörend, setzt sich der Verein für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit mittels eines 1-zu-1-Mentoring-Programms ein. Bei diesem begleiten Studierende ehrenamtlich Jugendliche, die Unterstützung beim Übergang von Schule in Ausbildung oder Studium benötigen. Für den Start in die neue Kohorte ab November gab es ein besonderes Willkommensgeschenk, das den Einstieg in das Programm nicht nur erleichtert, sondern auch das Vorhaben in der Stadt weiterträgt.
Wer: Rock Your Life! e.V. (Verein für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit)
Theateraufführung: Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte
Mit Hilfe der Theaterregisseurin, Pädagogin und Produzentin Oksana Rusina stellten Hobby-Schauspieler:innen und Schauspielinteressierte ein professionelles Theaterstück auf die Beine. Dieses wurde im städtisch zentral gelegenen und prominenten Thalia-Theater am 20. Dezember mit vielen begeisterten Zuschauer:innen aufgeführt. Eine großartige Prämiere für alle Beteiligten.
Wer: Theatergruppe-Studie „Paljanytsja“
11. Grün-Weißer Weihnachtsmarkt
Zum Jahresabschluss organisierten die Eltern der Kindermannschaften des SV Grün-Weiß Ammendorf e.V. ehrenamtlich einen Weihnachtsmarkt. Hier waren ausschließlich regionale Partner und Privatpersonen zusammengekommen, um verschiedene Angebote an bunten Ständen zu machen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem Kreativ-Werden an vielfältigen Handwerks- und Bastelständen. Sogar der Weihnachtsbaum erstrahlte im selbstgemachten Prachtkleid, begleitet von Musik vom Hort Radewell und dem Radeweller Weihnachtsquartett.
Wer: SV Grün-Weiß Ammendorf e.V.
HALLIANZ Aktions- & Bildungs-Fonds
Förderung von Aktionen und Bildungsformaten gegen Menschenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Gewalt sowie der Förderung von Engagement für Solidarität, Demokratie und Vielfalt. Die maximale Förderhöhe beträgt 500 Euro für Aktionen und 750 Euro für Bildungsformate.
NORMAL. Eine Besichtigung des Wahns
Thomas Ebermann, Thorsten Mense, Flo Thamer realisierten eine 2,5 stündige szenische Lesung, in der sie im ersten Teil auf Faschisierungstendenzen und aktuelle wahnhafte Weltanschauungen eingingen, und im zweiten Teil Normalität als Ideologie thematisierten und in diesem Zusammenhang instrumentelle Vernunft kritisierten. Durch mehr als 350 Einspieler (Bilder, Videos, Vertonungen, Lieder) wurden die Gedankenfäden untermalt, die Thesen plastisch gemacht und der Abend so für die 100 Teilnehmenden sehr informativ und kurzweilig.
Wer: Kellnerstraße e.V., Corax e.V.
HAYDE. Demokratie braucht dich. Jetzt.
14 Jugendliche entwickelten eine digitale Informationskampagne via Social Media zu der Bundestags- und Oberbürgermeisterwahl 2025. Durch Interviews, Recherchen und kreative Aufbereitung politischer Themen sensibilisierten sie ihre Altersgruppe für politische Teilhabe. Die Jugendlichen haben für sich mitgenommen, dass gesellschaftliches und politisches Engagement wichtig ist. Einige engagieren sich seitdem weiter in stadtweiten Initiativen.
Wer: Instagram @hayde_demokratie
W U R Z E L N – Theaterworkshop politische Bildung
Basierend auf dem Zirkustheaterstück „W U R Z E L N“ wurden Teilnehmende eingeladen, sich mit Herkunft, Heimat, Identität, Kindheitserfahrungen und politischer Verortung zu beschäftigen. Theatermethoden, Körperarbeit und Partnerakrobatik dienten als kreative Zugänge für politische Reflexion.
Wer: FourStringCompany
Feministischer Kampftag 2025
Das Feministische Bündnis 8. März Halle organisiert jährlich den feministischen Kampftag in Halle. Dieser fand am 8. März 2025 unter dem Motto „Für eine feministische Zukunft! – „Die Scham muss die Seite wechseln!“ “ statt. Neben einer Demonstration mit Abschlusskundgebung am Marktplatz Halle gab es auch einen Aktionstag an der Volksbühne Kaulenberg. Dieser fungierte als Begegnungsraum um einen feministischen Austausch zu ermöglichen. Es wurden rund 2.000 Teilnehmende erreicht.
Wer: Feministisches Bündnis 8. März
Palästina, Israel & ich?
Das Lokalradio Radio Corax hat einen Workshop für Sendungsmachende organisiert, um antisemitische Narrative im sog. Nahostkonflikt zu reflektieren. Dieser Workshop wurde von der Bildungsstätte Anne Frank konzipiert und von zwei Trainer:innen durchgeführt. Die 16 Teilnehmenden haben einen Überblick über die Geschichte des Konflikts bekommen. Viel wichtiger war aber die Erfahrung, trotz gegensätzlicher Positionen ins Gespräch kommen zu können. Der Workshop war ein guter Auftakt, um sich innerhalb des Vereins weiter mit Antisemitismus zu beschäftigen.
Wer: Bildungsstätte Anne Frank
Ausstellung „Was ihr nicht seht“ im Bürgerhaus Christuskirche
Vom 01.03.2025 bis 15.03.2025 wurde im Gemeindesaal des Bürgerhaus Christuskirche die Ausstellung „Was ihr nicht seht!“ von Dominik Lucha gezeigt. Sie präsentierte Zitate von Schwarzen und PoC Menschen, die ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus in Deutschland teilten. Die Ausstellung war an den Dienstagen, Donnerstagen und Freitagen von 09:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Schulklassen erhielten einen gesonderten Termin, der mit einer Reflexions- und Moderationsrunde abschloss, um die Thematik weiter zu vertiefen. Durch die Ausstellung wurden im Bürgerhaus Gespräche über Rassismus angestoßen und es entstand ein intensiver Austausch zwischen den Besuchern. Es wurden 116 Teilnehmende erreicht.
Wer: CVJM Familienarbeit Mitteldeutschland e.V. & Freiimfelde e.V.
36 Jahre Mauerfall
Am 27.12.2025 wurde im Operncafé in Halle (Saale) eine kunstähnliche, szenische, multimediale Lesung mit dem aus Halle (Saale) stammenden Autor und Zeitzeugen-Bildungsreferenten Geralf Pochop zu dem Buch „Zwischen Aufbruch und Randale. Der wilde Osten in den Wirren der Nachwendezeit“ mit anschlieẞender Fragerunde organisiert. Dadurch wurden die Themen Überwachung und Verfolgung andersdenkender und oppositioneller Menschen durch die DDR-Diktatur, die repressiven Maßnahmen der Staatssicherheit, die Friedliche Revolution, rechtsextreme Strömungen in der DDR und die Baseballschlägerjahre der Nachwendezeit diskutiert. Der Unterschied zwischen einem Leben in der Demokratie und einer Diktatur sowie die rechsextreme Gewalt, insbesondere in den sogenannten Baseballschlägerjahren, wurde für die 53 Teilnehmenden eindrücklich vermittelt.
Wer: SaltCityPunkFestival
80 Jahre 8. Mai in Halle
Unter dem Motto „Wer nicht feiert, hat verloren“, wurde zum 80. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus eine Party im Club Charles Bronson organisiert. Das Programm bestand aus einer Eröffnungsrede, Poetry, Live-Musik und DJs, gleichzeitig gab es für die 200 Besucher:innen die Möglichkeit sich an einer Vielzahl von Infoständen über Initiativen, Vereine, Gruppen etc. zu informieren, die in Halle aktiv gegen Rechtsextremismus sind.
Wer: Zusammenschluss verschiedener Organisationen (u.a. VVN-BdA Sachsen-Anhalt)
Graphic Novel Lesung von und mit Nils Oskamp
Im Rahmen des Deutschunterrichts der 8. Klassen in der Saaleschule wurde eine Lesung mit Nils Oskamp aus seiner Graphic Novel „Drei Steine“ duchgeführt. Die Lesung brachte den Schüler:innen den Inhalt sehr nah und machte das Buch erlebbarer.
Wer: Gedenkstätte ROTER OCHSE
Lesung: Unsere Töchter, die Nazinen zum Tag der Bücherverbrennung, 12.05.2025
Anlässlich des Tages der Bücherverbrennung in Halle und des 80. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus wurde die Lesung „Unsere Töchter, die Nazinen“ in der Volksbühne am Kaulenberg aufgeführt. Bereits am Nachmittag las eine der beteiligten Frauen auf dem Uni-Platz aus dem Buch „Unsere Töchter, die Nazinen“ von Hermynia Zur Mühlen den Abschnitt zur Bücherverbrennung. Hermynia Zur Mühlens Werke fielen ebenfalls der Bücherverbrennung zum Opfer. Für die Lesung in der Volksbühne am Kaulenberg konnten junge Menschen als Beteiligte gewonnen werden, eine „Tochter “ sowie ein Musiker. Es wurden 100 Teilnehmende erreicht.
Wer: Initiative „Omas gegen Rechts Halle“
Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage & Gedenkveranstaltungen
Das Bündnis „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ ist ein überparteiliches Netzwerk von engagierten Einzelpersonen und zahlreichen lokalen Organisationen. Im Projekt wurde die Arbeit des Bündnisses gefördert, insbesondere im Kontext der Öffentlichkeitsarbeit und der Durchführung von Gedenk-Veranstaltungen zum Beispiel zum Tag der Befreiung am 8. März, zum Jahrestag zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 12. Mai sowie zum Anschlagsgedenken am 9. November. Außerdem wurden Fortbildungen organisiert.
Wer: Bündnis „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“
HALLIANZ Schwerpunkt-Projekte 2025
Schwerpunkt-Förderung, einmal jährlich, 2025 unter anderem zu den Themen Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und Zusammenhalt
Bildungswochen gegen Rassismus 2025
Die HALLIANZ für Vielfalt fördert als zentrales Projekt die jährlich stattfindenden Bildungswochen gegen Rassismus. Durch die Bildungswochen wurden viele Menschen mit Bildungsveranstaltungen, Zeitzeugengesprächen, Vorträgen, Nachbarschafts- und Begegnungsaktionen sowie Ausstellungen zur Diskussion über unser Zusammenleben in einer offenen Gesellschaft, unsere Grundwerte oder über Demokratie und Toleranz erreicht. In verschiedenen Stadtteilen von Halle, sowie digital, gab es zwei Wochen lang Veranstaltungen zum Thema, die dazu einladen, sich mit Rassismus und anderen Diskriminierungsformen kritisch auseinanderzusetzen und sich dagegen zu engagieren. Zu den Veranstaltungsformaten zählten Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen, Gespräche, Stadtführungen, Vorträge, Workshops, Nachbarschafts- und Begegnungsaktionen oder Theatervorstellungen.
Wer: Friedenskreis Halle e.V.
Mein Vater und ich“; auf Spurensuche nach Manfred Katz, einem jüdischen Hallenser
Der Verein hat ein Projekt zur Lebensgeschichte des 1928 in Halle geborenen Manfred Katz umgesetzt. Er wurde in eine jüdische Familie geboren. Sein Vater starb an den Misshanldungen im KZ, Manfred selbst und seine Schwerster leisteten Zwangsarbeit in halle und wurden 1945 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebten, wie auch ihre Mutter und wanderten gemeinsam nach Palästina/ Israel aus. Mit dem Projekt konnte die Geschichte von Katz und seiner Familie aufgearbeitet werden. Dabei wurde mit Materialien und Interviews durch die Nachkommen unterstützt. Die Biographie wurde auf unterschiedliche Weise für verschiedene Zielgruppen aufgearbeitet.
Wer: Zeit-Geschichte(n) e.V.
ZWISCHEN MENSCHEN
Das Projekt ‚ZWISCHEN MENSCHEN‘ soll durch kreativ-künstlerische Auseinandersetzung Vielfalt sichtbar machen und Prozesse zur Stärkung des Gemeinwesens anstoßen. Das Projekt umfasst mehrere aufeinander aufbauende Workshopformate, die die Selbstvertretungskompetenzen von Menschen verschiedener sozialer (vor allem marginalisierter) Gruppen unterstützen und nachhaltige Strukturen für demokratische Teilhabe schaffen sollen. Jeder Workshop verfolgt einen anderen Ansatz, wie z.B. theaterpädagogische Methoden, kommunikativ-argumentative Techniken und kreativ-künstlerische Auseinandersetzung.
Wer: Das Nest e.V. & die Initiative Kunst als kollektive Sprache für Vielfalt
Graphic Novel DREI STEINE: Projekttage gegen Rechtsextremismus mit Nils Oskamp
Nils Oskamp erzählt in seiner autobiographischen Graphic Novel DREI STEINE die Geschichte seiner Jugend in den 1980er Jahren, in der er Opfer rechter Gewalt wurde. Grundlage der Arbeit ist eine intuitive Auseinandersetzung mit seinen Erlebnissen und den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Zivilcourage. Die Schüler:innen wurden mit der Ausstellung und den Workshops für diese Themen sensibilisiert. Die Projekttage zielten zudem auf die Früherkennung rechter Strukturen. Die Ausstellung DREI STEINE, die in der Gedenkstätte ROTER OCHSE zu sehen war, wurde in die Projekttage integriert. In den Projekttagen wurden die Schüler:innen durch Lesungen und Comic-Workshops für ein eigenständiges Handeln gegen Rassismus und durch praktische Arbeit, die Erstellung von Comic-Geschichten, zur Positionierung gegen Rechtsextremismus motiviert.
Wer: Gedenkstätte Roter Ochse
Tacheles-Antisemitismus im Blick
Die Filmreihe „Tacheles – Antisemitismus im Blick“ widmete sich der Wissensvermittlung zum Thema Antisemitismus und Film in einem niedrigschwelligem Format, das ein breites Publikum ansprechen sollte. Über drei Abendveranstaltung verteilt wurden Langfilme, mehrere Kurzfilme sowie begleitende Vorträge, welche die Thematik Antisemitismus um Film vertiefen und in den aktuellen gesellschaftlichen Kontext einordnen, gezeigt.
Wer: FormatFilmkunst e.V.
WIR-Festival
Das Wir-Festival entstand als Reaktion auf die rechtsextreme „Seitenwechsel“-Buchmesse vom 8.11. zum 9.11. in der Halle-Messe, war aber keine Gegenveranstaltung, sondern eine Alternative, die ein positives Bild von Literatur und Kultur sowie dessen Vielseitigkeit feiern konnte. Über einen Zeitraum von zweieinhalb Monaten wurden verschiedene dezentrale Aktionen organisiert, die die Vielseitigkeit der Literatur und Kultur der Stadt betonten und zum Engagement für eine demokratische Gesellschaft motivierten. Dazu wurden sämtliche Bevölkerungsschichten, von progressiven Aktivist:innen bis konservativem Bildungsbürgertum angesprochen. Höhepunkt war das Festival der Meinungsfreiheit am 7.11. und 8.11. im Volkspark, bei welchem eine breite Auswahl von Literaten und Wissenschaftler:innen ihre Werke vorstellten sowie Diskussionsformate und Gesprächsformate durchgeführt wurden. Begleitet wurde dies von einem Kinder- und Musikprogramm.
Wer: Bürgerstiftung Halle